"Nur die Harten kommen durch"     Das erste 24-Stunden Rennen für das RCC-Team Parchim. 

Nachdem ich drei Jahre lang zugeschaut habe und von dem Wunsch beseelt war mit einem eigenen Team an dieser Mörderdistanz teil zu nehmen, war es nun endlich soweit, wir fuhren mit unserem Team "MILLE-MILLE RACING-CORSE" einem Riesenabenteuer entgegen. Selbst ein wenig in der Rennszene aktiv und zuweilen sogar als Instruktor für verschiedene Rennveranstalter und Aprilia-Deutschland unterwegs war dies eines der Dinge die man einfach einmal erlebt haben muss, und mir, dem Erzähler dieser Geschichte derart unter die Haut ging, dass dieses Motorradabenteuer ganz sicher zu einem Höhepunkt in meinen Leben zählt. Dienstag 06.08.2001 Vormittag, die Sachen sind gepackt, die Firma RCC aus Parchim fährt mit drei übervollen Transportern und zwei Wohnwagen gen Oschersleben zur Speedweek um sich einem der gigantischsten Motorradabenteuer, die in Deutschland möglich sind zu stellen - einem 24-Stunden Rennen. Ein Motorrad (Aprilia RSV Mille R), drei Fahrer, eine Rennstrecke und ein Team wollen beweisen, wie hart sie sind. Am Dienstag wurde bis in die Nacht unser Equipment aufgebaut, geräumt, hin und her getragen und umgestellt - eine kleine Infrastruktur für unser Team geschaffen. Abends treffen dann unsere Fahrer Stefan Gut, Klaus Lederer, Bertold Gruhn und Mark Brüning ein. Alle vier sind in der deutschen Motorrad-Rennszene aktiv und gespannt auf das Abenteuer, das nun ansteht. Wochen und Monate vorher haben wir hin und her telefoniert - ob nun alles klappt, haben einen Trainingstermin genutzt, um das Motorrad auf die Fahrer abzustimmen und nun war es soweit. Am Mittwoch früh schreibe ich unser Team ein und buche noch Zeiten für das freie Training, welches den ganzen Tag für alle Teilnehmer der Speedweek läuft. Es finden letzte Abstimmungsarbeiten am Fahrwerk statt. Sturzteile werden vorbereitet, Radwechsel geübt, die Tankanlage ausgelitert, um eine schnelle und genaue Betankung während des Rennens zu ermöglichen. Wir tanken in 6 sec 14 Liter nach. Alles wird so vorbereitet und an seinen Platz gelegt, um schnelle Radwechsel, Betankung und eventuelle Reparaturen durchführen zu können. Ersatzteile haben wir genügend mit, hoffen wir. Die freien Trainings für unsere Fahrer verlaufen gut, das Motorrad ist fertig abgestimmt. Unser Catering-Team beweist Phantasie und versorgt uns vom ersten Tag an vorzüglich. Der Donnerstag fängt mit dem Team-Briefing an, d.h. Einweisung von Fahrern und Team-Chef in das Renngeschehen, Rettungswege, Startprozedur, Verhalten bei Stürzen, Auszüge aus dem Reglement und so weiter. Derweilen werkelt das Mechaniker-Team weiter an der Vorbereitung einer zweiten und dritten Verkleidung für das Motorrad, welche im Fall des Sturzes problemlos gewechselt werden muss. Am Nachmittag laufen dann die ersten Qualifikationstrainings. Alle Fahrer sind in ihrer Gruppe qualifiziert und wir sind somit schon mal fürs Rennen zugelassen. Stefan Gut legt mit einer Zeit von 1:36.997 min die Bestzeit für unser Mille-Team hin, dies entspräche Startplatz 22. Bravo! Klaus, Stefan und Bertold nehmen zusätzlich noch an Zeittrainings zur "Open-Extrem" und "Supersport 600" teil. Die Rennen hierzu finden am Freitag statt. Abends zwischen 21.30 und 23.30 Uhr läuft das Nachttraining, welches für alle Beteiligten eine Premiere ist. Außer Bertold Gruhn ist vorher keiner im Dunkeln über eine Rennstrecke gefahren. Unsere Fahrer schlagen sich wacker, die Mille ist gut präpariert und das Licht wird von allen Fahrern gelobt. Die gefahrenen Zeiten liegen nur etwa 2-3 sec hinter denen am Tag gefahrenen Zeiten zurück. Das kommt wohl auch daher, dass die Fahrer schon etliche Runden im Hellen gefahren sind und genau wissen, dass sie, wenn sie mit einer bestimmten Geschwindigkeit und Schräglage in eine Kurve fahren, an einem bestimmten Punkt am Kurvenausgang wieder heraus kommen. Und so rasen sie mit Vollgas durch die Nacht. Nach dem Nachttraining gehen die Fahrer ins Bett während die Mechaniker-Crew noch in der Box bleiben, um mit anderen Teams Erfahrungen und Umbautipps zu tauschen. Daraus ergeben sich kleine Änderungen am Motorrad, um die Technologie der Rad- und Bremsbelagwechsel noch effizienter zu machen. Ca 2.30 Uhr gehen auch wir zum Schlafen. Freitag 8.30 Uhr Frühstück für alle. Unser Catering-Team kredenzt uns ein hotelmäßiges Frühstück mit allem Pi-Pa-Po. So starten wir nun in unseren vierten Speedweek-Tag. Um 10.15 Uhr beginnt die zweite Quali-Runde, vorher wird das Motorrad noch optimal für schnelle Rundenzeiten vorbereitet. Wir ergattern Startplatz 43 von 52 qualifizierten Teams. Dieser Startplatz ergibt sich aus dem Mittel der besten Rundenzeiten je Fahrer. Hier zeigt sich, wie hoch das Niveau des Starterfeldes bei einem WM-Lauf ist. Wir sind jedoch qualifiziert und haben unser erstes Etappenziel erreicht. Bei einem Langstreckenrennen ist der Startplatz und die schnellste Rundenzeit nicht besonders erheblich, hier zählt im Endeffekt die Konstanz über 24 Stunden und somit ist die schnellste Runde ist für den Rennausgang nicht entscheidend. Am Nachmittag finden die Rennen zur "Supersport 600" und "Open-Extrem" statt. Bertold Gruhn startet als einziger 2-Zylinder-Pilot mit seiner Ducati 748 gegen eine Übermacht von Yamaha R 6 und anderen 4-Zylindern. Nach ein paar harten Fights, gewagten Ausbremsaktionen, Windschatten- und Überholmanövern wird er Achter bei diesem Rennen. Danach startet das Rennen zur "Open Extrem". Klaus Lederer steht mit seiner Kawasaki ZX-9R und einer Qualizeit von 1:356 in der ersten Reihe. Stefan Gut steht an der 16. Position. In diesem Feld scheint unsere Mille nicht ganz konkurrenzfähig zu sein. Stefan wird jedoch 13. von 46 gestarteten Fahrern. Klaus stürzt in Führung liegend in der ersten Runde, zerstört dabei seine Kawa und seine linke Hand. Leider fällt er damit für unser Team als Fahrer aus. Klaus und uns tut es furchtbar leid, aber wir müssen aus der Situation das Beste machen. Unser Reservefahrer Mark Brüning muss sich nun der Aufgabe stellen und geht nun als unser dritter Fahrer ins 24-Stunden-Rennen. Gegen Abend machen wir unsere Box und die Mille fertig zum "Pit Walk". Hier präsentieren wir unser Motorrad, die Box und die Crew den angereisten Motorradfans in der Boxengasse. Party-Stimmung kommt auf. Die Fans feiern rings herum eine Riesen-Bikerparty. Endlich Samstag. Um 9.00Uhr ist "Warm Up" für die Langstrecken-Teams, letzte Möglichkeit für die Fahrer das Motorrad auf Herz, Nieren und perfekte Funktion zu prüfen. Alles perfekt! Neue Reifen drauf, Box aufräumen und alles für das Rennen vorbereiten. Es gibt pünktlich Mittag, leichte Kost in Form von Geflügelfleisch und Gemüse. Um 14.15 Uhr beginnt die Startprozedur, die Spannung wächst. Alle Motorräder werden entlang der Boxenmauer aufgereiht. Gegenüber steht der Fahrer, welcher auf Flaggenzeichen über die Rennbahnbreite zu seinem Motorrad flitzen muss, um in die zwei Aufwärmrunden zu starten. Ein Riesenspektakel für alle Beteiligten und die Zuschauer. Dieser "Le Mans Start", wie er bei Langstreckenrennen praktiziert wird, eröffnet nun um 15.00 Uhr das Rennen. Gänsehautstimmung, ich stehe mit butterweichen Knien hinter der Mille, die Zuschauermassen zählen von 10 bis Null rückwärts runter, 3...2...1...Start!!! Unter dem Jubel von Zehntausenden Fans und der Boxen-Crews startet das vierte 24StundenRennen von Oschersleben. Jetzt ist es soweit, vor uns liegen 24 Stunden und ca. 3000 km Vollgas für unsere Aprilia RSV Mille, die Fahrer und das Team. Wir sind gut vorbereitet, unser Ziel ist es, durchzukommen. Motivation steht bei uns allen an oberster Stelle und wird uns zum Erfolg führen. Stefan Gut spult seine ersten 33 Runden ab und gibt der Zeitnahme ein Zeichen, dass er gleich zum Tanken und Fahrerwechsel rein kommt. Dann ist er auch schon da - aufbocken - Tanken - Sichtkontrolle ob alles o.k. ist - Bertold auf die Mille und los. Alles fängt ganz ruhig an. Nach acht Runden kommt Bertold raus und beklagt einen unruhigen unrunden Motorlauf der Mille, wir checken kurz alles ab - Fehler gefunden- ein Kerzenstecker hat sich verabschiedet - tauschen. Motorrad läuft, stottert nicht und weiter. Doch dann Sturz in der 43 Runde eingangs der Start-Ziel-Kurve. Bertold ist weit innen gefahren und über beide Räder weggerutscht. Im weiteren Verlauf der Veranstaltung stürzen an dieser Stelle noch mehrere Fahrer. Andy und Rene laufen wie die Teufel zum Eingang der Boxengasse von wo aus den Fahrern geholfen werden dürfen. Bertold wühlt sich recht schnell aus dem Kies und taucht dann auch schon mit der leicht ramponierten Mille auf. Bremshebel ab, Verkleidung eingebrochen, Kupplungsarmatur verrutscht -alles nicht so wild. Maximal vier Mechaniker dürfen am Fahrzeug arbeiten. Ich mahne nochmals zur Ruhe und Konzentration. Alle Teile werden in null Komma nix getauscht, die Verkleidung getapt, nachgetankt, Mark Brüning auf den Bock und weiter geht's. Seit dem Sturz und dem ersten Vorbeifahren an der Zeitnahme sind nur 13 min. vergangen. Mark fährt konstante Zeiten, das zeigt uns an dass alles wieder gut funktioniert, oder doch nicht? Wechsel und Tankstopp in der 76.Runde. Wir gehen mit 16 Runden Rückstand auf die führenden in unseren dritten Turn. Stefan fährt gute und sichere 1:38er Zeiten. Ich ziehe mich beruhigt in die Box zurück und gehe mit Marco noch einmal die Anordnung der Sturzteile durch. In der 84.Runde zeigt uns die Zeitnahme an, dass Stefan weg ist, Schei... Aber wo ist er? Wir knipsen auf unserem Monitor rum, um mit den Streckenkameras die Sturzstelle zu suchen - nix! Alle sind aufgeregt und besorgt, soll es das schon gewesen sein? ... ist Schluss für uns? Doch plötzlich taucht Stefan hinter der Box mit einem stark lädierten Motorrad auf, dort darf er aber nicht rein. Andre hilft ihm, die Mille ans vordere Tor und von dort durch die Boxengasse in unsere Box zu schieben. Ich habe vorher mit einem Blick das Motorrad erwischen können und mir einen Überblick über die zu wechselnden Teile gemacht. Verkleidung komplett, alles Schrott, ein Lenkerstummel abgerissen, Fußrasten an beiden Seiten, Auspuff - eigentlich Totalschaden. So schnell ist unsere Mille aber nicht kaputt zu kriegen, denke ich, das kriegen wir wieder hin. Sie kommt, rauf auf die Bühne und erst mal die Verkleidung runter, Achtung immer nur vier ans Motorrad. Wie die Bienen wuseln wir an dem Teil herum und tauschen sogar den Verkleidungsträger samt Lenkungsdämpfer. Telegabel und Räder sind in Ordnung und das Motorrad scheint trotz Überschlag noch gerade zu sein. Es folgen Radwechsel, Volltanken, runter von der Bühne Bertold rauf und weiter, Mist - wir müssen anschieben - Elektrikfehler. Seit der Sturzrunde sind 56 min. vergangen und es geht nun doch mit Vollgas weiter. Nach zwei Runden ist Bertold wieder drin. Nochmaliges Nachbessern der Lenkerstummelposition und der Hebelei für Kupplung und Bremse. Wieder anschieben und danach konstante Zeiten. In der Zwischenzeit hab ich mir Gedanken über unseren Sturzpiloten Stefan gemacht, der stürzt eigentlich nicht. Wo ist er überhaupt? Ich bekomme raus, dass ihn die Ambulanz schon auf den Fersen war und er zum Medical-Center "abgeführt" wurde. Verdacht auf Schädelhirntrauma und andere Verletzungen. Er kommt ins Krankenhaus, hoffentlich ist es nichts Schlimmes und er wird wieder fit. Das Motorrad hat er nach dem Sturz aus dem Kies gezogen und mit nur einem Lenkerstummel und mehr im Unterbewusstsein und Teamgeist zur Box gebracht. Danach ist er zusammengebrochen und kann sich an nichts mehr erinnern. Später erfahre ich von ihm, das er vor dem Sturz in der "Dreifach Links" mehrere Zündaussetzer hatte. Er ist dort mit einem Highsider bei ca. 170km/h vom Motorrad geflogen. Erstaunlich, was man alles so mit macht, wenn einen der Renn-Virus gepackt hat. Nach weiteren 66 Runden und zweimaligen Fahrerwechsel, den sich nun Mark und Bertold teilen, bricht die Dämmerung herein und es muss mit Licht gefahren werden. Bertold ist dran, das Licht geht aber immer wieder aus und die ewige Anschieberei nach den Fahrerwechseln führt wohl zu irgendwelchen Überspannungen im Bordnetz. Nachdem Bertold nach einer Runde wieder drin ist tauschen wir den Fallsensor und das Startrelais und siehe da alles funktioniert wie es soll. Von nun an scheint es mit dem Motorrad zu laufen und es geht mit Vollgas durch die Bördenacht. Unsere beiden Fahrer lösen sich nun alle 30 - 33 Runden ab. Das heißt, sie haben knappe 30 min. um sich zu regenerieren, nachdem sie ca. 50 min. im Renntempo um den Kurs gefahren sind, essen trinken ein wenig Massage und schon sitzen sie wieder auf dem Motorrad um mit der Mille konstanten Zeiten zu fahren, Hut ab und Respekt vor dieser Leistung. Um Mitternacht gibt es ein buntes Feuerwerk, die Fans feiern ihre Bikerparty und die Musik aus dem Infield schallt zu uns herüber. In der Nacht haben wir noch einen schönen Hinterradwechsel in Rekordzeit gemacht. Alles läuft super, aber die Kräfte lassen nach. Die Strapazen sind unverkennbar und zehren nicht nur an den beiden Fahrern. Unsere Physiotherapeutin macht unsere Fahrer aber immer wieder fit und unser Catering-Team versorgt uns in der Nacht mit frischen Salaten und gesunder Kost. Im Morgengrauen steigt Mark mit genauso zitternden Gliedmaßen wieder aufs Motorrad wie vor etwa einer Stunde abgestiegen ist. Ich denke schon beinahe, dass ich ihn und das Motorrad nicht mehr wiedersehe, bemühe mich jedoch um Optimismus und klopfe ihm auf die Schulter. Danach fährt er 32 Runden. Er erzählt mir, dass er wie in Trance um die Strecke gedüst ist, er ist fertig. Bertold sieht man die Tortour zwar nicht so sehr an, aber auch er ist gezeichnet und bewegt sich deutlich langsamer als am Tage. Er fährt noch einen 33 Runden-Guten -Morgen-Turn und knickt nach dem Absteigen von der Mille leicht in sich zusammen. Es ist jetzt etwa 8.00Uhr und ich fasse den Entschluss, das Motorrad bis 9.00 Uhr stehen zu lassen, die Fahrer müssen wenigstens jeder mal eine Stunde richtig ruhen, ansonsten riskieren wir nur das totale "AUS" und womöglich noch einen verletzten Fahrer. Mark und Bertold sieht man die Erleichterung an, als sie von unserem Entschluss hören, ausruhen und regenerieren sind für beide jetzt angesagt. Wir sind zu diesem Zeitpunkt an 36. Position und können weder gewinnen noch verlieren. Das nach uns fahrende Team ist etwa 3 Stunden zurück und Position 35 etwa 1 Stunde voraus. Ich denke meine Entscheidung geht dahingehend in Ordnung - Position bleibt - Fahrer und Material werden geschont, außerdem ist unser Sturzteilevorrat erheblich kleiner geworden. Wir checken das Motorrad, bessern hier und da etwas nach und machen es komplett mit neuen Bremsen und Reifen startklar für den Rest der Distanz. Inzwischen hat Stefan aus dem Krankenhaus angerufen und um sofortige Abholung gebeten - er will weiter fahren. Alle sind begeistert und froh über soviel Enthusiasmus und Teamgeist. Als er da ist, muss er noch dem Rennarzt vorgestellt werden, der gibt sein o.k. und Stefan ist wieder im Team. Um 9.00 Uhr ist jedoch erst einmal Start für Mark, welcher immer noch angeschlagen scheint. Mein Eindruck hat mich nicht getäuscht, nach 26 Runden kommt er wieder raus, um sich und das Motorrad nicht vollkommen zu zerstören. Er hat bis hier hin wacker gekämpft und das Team gibt ihm einen Applaus. Nun fährt Stefan wieder und er brummt als erstes 36 Runden in den Asphalt. Bertold und Stefan lösen sich nun ab. Wir holen noch ein Team ein und stehen somit auf der 35. Position. Den letzten Turn fährt Bertold. Die Kulisse mit den vollen Zuschauerrängen und der übervollen Boxenmauer ist gigantisch. Unter tosenden Beifall und Laola-Wellen erfolgt der Zieleinlauf. Eines der härtesten Rennen die man sich denken kann ist zu Ende, und wir waren dabei und haben es geschafft. Unser Team ist überglücklich, wir liegen uns in den Armen, hopsen und springen, die Müdigkeit ist wie weggeblasen. Sektkorken knallen. Wir sind 696 Runden gefahren, was einer Distanz von 2552 km entspricht, haben dabei 354 Liter Benzin verbraucht und haben in unsere Klasse (Proto- B) den 10. Platz belegt. Jetzt ist erst mal Party angesagt, Bertold zieht mit der Mille noch einen Kreis und lässt es ordentlich qualmen, ein letztes mal muss die Mille alles geben. Wir sind wirklich über-glücklich, es geschafft zu haben, jedes Team-Mitglied hat seinen Anteil dazu beigetragen und ohne ihn oder sie wären wir nicht so gut gewesen. Ich bin stolz auf mein Team, die Fahrer und das Motorrad. Wir sind durchgekommen und gehören zu den "Harten". In der Box steht Bier für alle bereit. Wir trinken den ersten Schluck mit einem großen "aahhh!!", das haben wir uns jetzt verdient. Wir lachen und gehen noch einmal alle Szenen der letzten Stunden durch. Alle Strapazen und Schmerzen scheinen auf einmal nichtig und klein, alle Rückschläge und Pannen sind nicht mehr der Rede wert. Wir haben zusammen die Situation gemeistert, unser Ziel an einem WM-Langstreckenlauf über 24 Stunden teilzunehmen und durchzukommen ist erreicht. Mein Dank geht an alle, die es uns ermöglicht haben an dieser Veranstaltung teilzunehmen. Als erstes wäre da die Fa. RCC aus Parchim zu nennen, welche für das Equipment und die Vorbereitung des Rennens verantwortlich zeichnen, dann die Firma Gruhn Stahlbau aus Mechau, welche als Hauptsponsor den kompletten Reifenpart übernommen hat. Außerdem ist es ihrer Sponsorzusage zu verdanken, dass wir uns überhaupt zur Teilnahme am Rennen entschließen konnten. Die Fa. Güstrower Schlossquell stellte uns massenhaft "Afri-Cola" und andere Erfrischungen zur Verfügung, QMI half uns mit SX 6000 - einem Verschleißschutz für Motoren. Die Fa. Zachow Offsetdruck aus Parchim half uns, mit einer professionell gefertigten Bewerbermappe Sponsoren zu finden und die Fa. Uttke Werbetechnik stellte uns alle möglichen benötigten Aufkleber und Logos zur Verfügung. SR-Racing stellte uns Zwei Ersatzschalldämpfer zur Verfügung. TEXMAN Hamburg ist es zu verdanken, dass wir mit einer einheitlichen Teambekleidung am Start waren. Danke nochmals, auch im Namen des Teams an alle Sponsoren. Dank sagen möchte ich auch allen Helfern des Teams die da wären Marco, Andre, Veronique, Katja, Roman, Christian, Rene, Gordon, Andy, Karin, Meike, Sönke, Jens, nochmal Jens, Nando, Matze, Ariane und unseren Fahren: Bertold Gruhn jr., Stefan Gut, Mark Brüning und Klaus Lederer. Wir waren ein gutes Team, mein Entschluss im nächsten Jahr wieder mit dabei sein zu wollen, steht fest. Ich würde mich freuen, mich wieder auf so ein Team verlassen zu können. Lieber Leser wir könnten auch Ihre Unterstützung gebrauchen und wenn Sie Interesse am Motorsport-Sponsoring haben, dann haben wir ganz sicher ein offenes Ohr für Sie. Danke noch mal allen die dabei waren und dazu beigetragen haben unser Team zum Erfolg zu führen. Wir gehören nun zu den "Harten" ! Axel Siemoneit 

Hier noch ein paar Impressionen von diesem Event

               

           

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